Kleines Bad gestalten

So eng, dass man sich kaum darin bewegen kann und das oft auch noch ohne Fenster: In vielen Wohnungen sind die Badezimmer noch immer der ungemütlichste Ort, nicht mehr als eine lieblos eingerichtete Nasszelle. Mit diesen Tipps das kleine Bad gestalten und größer machen.

Dabei reichen oft schon ein paar Handgriffe, die richtigen Möbel und ein Bisschen Farbe, um auch aus den größten Badezimmer-Sünden kleinere Wellness-Oasen zu gestalten. Nützlich und schön mit Stauraum und Stil. Folgend ein paar gute Ideen, mit denen das kleine Bad gestaltet werden kann.

1. Eine einheitliche Gestaltung lässt ein kleines Bad großzügiger wirken

Planen wir das Badezimmer zum Beispiel mit einem einheitlichen Fliesenmuster erscheint es wie aus einem Guss und optisch größer. Warum? Weil dadurch ein visueller Bruch vermieden wird und dem Auge somit mehr Raum vorgegaukelt wird. Genial oder? Entspricht das nicht dem persönlichen Geschmack sollte wenigstens der Boden gleichmäßig gefliest sein. Dann gehen statt einheitlich einfarbig zum Beispiel auch Mosaikfliesen. Sie reflektieren das Licht und verhelfen dadurch auch einem kleinen Badezimmer zu einem helleren, freundlicheren Erscheinungsbild.

Auch das Fliesenformat hilft bei schwierigen Fällen: Je größer die Fliesen desto weniger Fugen. Und weniger Fugen lassen das Bad ruhiger wirken. Hier empfiehlt es sich gleich in passender Größe zu kaufen, um dadurch viel Zuschnitt zu vermeiden. Denn durch jede angeschnittene Fließe entstehen wiederum wenig hübsche Fugenränder an den Ecken. Wer Fliesen gänzlich unattraktiv findet kann Decken und Wände auch einfach komplett einheitlich wasserabweisend verputzen. Mehr Ruhe für einen Raum geht dann wohl fast nicht mehr.

2. Mit der richtigen Farbe kann man zaubern

Egal ob Ihr Euch für Fliesen oder Verputzen entscheidet – eine einheitliche Farbgestaltung kann ich für das kleine Bad auf jeden Fall nur empfehlen: Auch hier kann man harte Übergänge und Kontraste vermeiden und damit die Raumwirkung beeinflussen. Weiß als der Klassiker eignet sich dabei auch besonders gut im kleinen Badezimmer, da der Raum dadurch heller wirkt und das Auge weniger Umrisse wahrnimmt. Somit erscheint das Bad weitläufiger und ruhiger.

3. Die passenden Möbel machen Platz und schöne Optik

Eine freie Fläche lässt einen Raum nicht nur größer wirken sondern bietet wirklich mehr Platz. Aber wie stellt man das am besten an? Wie bitte soll man freie Flächen schaffen, wo kaum Platz für einen Badezimmerteppich ist? Vor allem sollte man damit schon bei der Planung beginnen. Jede Nische und Ecke sollte besonders bei kleine Badezimmern optimal und sinnvoll genutzt werden, da sich dort häufig Regale, Schränke oder mit etwas Geschick gar die Dusche platzsparend montieren lassen. Generell sollte beim kleinen Bad möglichst viel an die Wände angebracht werden um mehr freien Raum am Badezimmerboden zu erzeugen. Freie Laufwege erzeugen zusätzlich ein Gefühl von Geräumigkeit und Weite.

Häufig hilft es in besonders kleinen Bädern auch, auf die Badewanne zu verzichten – besteht man allerdings auf eine Wanne lässt sich diese z.B. in Badezimmern mit Dachschräge super direkt unter der Schräge platzieren, da diesen Flächen ohne tatsächlich nutzbare Raumhöhe so noch ein wahrer Nutzen zukommt, der gleichzeitig ein echter Hingucker sein kann!

Ein ideales Element für das kleine Badezimmer ist auch die bodengleiche Dusche. Zum Einen wird durch die schwellenlose Bauweise wertvoller Platz gespart und zum anderen sorgt eine offene, gerne auch verglaste Dusche für mehr empfundenen Freiraum im Badezimmer. Duschtüren, die komplett an die Wand zu klappen sind helfen weiter dabei, dass die Duschfläche, gleichzeitig Nutz- und Bewegungsfläche bleibt, duscht man gerade mal nicht. Ein weiterer Vorteil der bodenebenen Dusche ist, dass man sich Ihren Einbau fördern lassen kann – jeder altergerechte Umbau kann nämlich z.B. durch den zinsgünstigen Kredit der KfW-Förderbank und die generelle Unterstützung der Bundesländer und Kommunen subventioniert werden. Da sollte man sich auf jeden Fall am besten schon vor der eigentlichen Planung noch einmal schlau machen.
Ein weiterer Zaubertrick fürs kleine Bad sist die Verwendung von klappbaren Spiegeln bzw. Spiegeln im Allgemeinen. Ein passendes Hängeregal über dem Waschbecken oder gar ein eingebauter Spiegelschrank bieten nicht nur zusätzlichen Stauraum sondern täuschen außerdem ein größeres Bad vor. Statt klappbarer tun es aber auch ganz einfach größere Spiegel.

Auch der klassische Heizkörper ist meistens für das kleine Bad zu groß und breit. Bringen wir stattdessen doch lieber einen Handtuchheizkörper an die Wand an. Der ist schmaler, trocknet Handtücher oder Kleidungsstücke und lässt sich auch gerne als Übergangsgarderobe nutzen. Hierbei aber unbedingt auf die Heizleistung achten: Genügend Power, um Euer Bad auch warm zu bekommen, sollte der Handtuschheizkörper auf jeden Fall mitbringen!

4. Ordnung ist das halbe Leben

Wer es gerne aufgeräumt und ordentlich mag hat im kleinen Badezimmer einen großen Vorteil. Zentimeter spart man wie bereits erwähnt mit allem, was an die Wand montiert werden kann. Das gilt auch für kleine Behältnisse wie Zahnputzbecher, Seifenspender und Halter für Bürste oder Fön. Mithilfe von kleinen Klebestreifen lassen sich diese auch jederzeit neu platzieren und man spart sich die Bohrmaschine – und den Ärger mit dem Vermieter beim Auszug. Hat man wirklich wenig Platz kann man auch zusätzliche Ordnung mit Rollcontainern schaffen. Die lassen sich ebenso jederzeit umpositionieren. Und wenn jetzt noch Platz hinter der Tür oder in einer Nische bleibt: Regalbretter oder Haken anbringen und noch mehr Stauraum für kleine Dinge oder Textilien haben.

Viele Ideen lassen sich mit etwas Kreativität und Geschick auch selbst umsetzen – für Beratung in allen anderen Fälllen stehe ich als Badplanerin aber natürlich gerne jederzeit zur Verfügung und freue mich auch über Euren Input und Ideen zum Thema „Kleines Bad gestalten und planen“!

Quellen: bauen.de, schoener-wohnen.de, mein-badplaner.de und zuhausewohnen.de

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Category: Badplanung
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