Komplettbad

Ein Komplettbad steht nicht von heute auf morgen. Gute Planung und ein noch besseres Team sind erforderlich um alle Bedürfnisse zu erfüllen und eine funktionierende und gleichzeitig einladende Wohlfühloase zu erschaffen. Ohne dabei zu hohe Kosten zu riskieren. Eine kleine Anleitung zum Komplettbad in 5 Schritten.

Titelbild von freshideen.com

1. Bedürfnisse
Was wird gebraucht und gewünscht, für Gegenwart und Zukunft? Was ist möglich? Was wollen wir? Wie soll unser Bad aussehen? Was soll es „können“? Je genauer die eigenen Vorstellungen sind, desto erfolgreicher verläuft die Kommunikation mit den Planenden und Ausführenden. Aber wo anfangen? Am besten erst mal Lust und Spaß an der Sache bekommen. In Zeitschriften schmökern und sich ein erstes Bild machen über die umfangreichen Möglichkeiten der Sanitärindustrie ist ein erster wichtiger Schritt. Erste Antworten werden gefunden: Welche Farben mögen wir? Soll eine bestimmte Atmosphäre angestrebt werden, z. B. puristisch-modern oder romantisch-nostalgisch? Wird ein großzügiger, übersichtlicher Raum gewünscht oder soll es versteckte Nischen und sichtgeschützte Bereiche geben? Wichtig ist eine realistische Bedarfsanalyse: Wie viele Personen das Bad nutzen werden, ob spezielle Bedürfnisse von Kindern oder Senioren zu berücksichtigen sind, ob das eigene Älterwerden bei der Planung eine Rolle spielen soll. Wird das Bad – zum Beispiel morgens – von mehreren Personen gleichzeitig genutzt? In diesem Fall ist ein Doppelwaschtisch ratsam. Müssen Waschmaschine oder Wickeltisch integriert werden, wie viel Stauraum wird benötigt? Tipp: Wandhängende Möbel und Sanitär-Elemente – evtl. mit pflegeleichter Oberfläche – erleichtern die Reinigung des gesamten Badezimmers.

2. Planung
Planung: aktuellen Grundriss zeichnen – gut gemessen ist halb geplant. Wunschbad skizzieren. Ein Grundriss vom Ist-Zustand ist schon bei den ersten Gesprächen im Familienrat hilfreich, in jedem Fall aber für den späteren Besuch in der Fachausstellung. Am besten fertigt man einen mit den momentan vorhandenen Sanitärelementen an und einen weiteren „leeren“, in den man hineinzeichnet. Der Fantasie darf freier Lauf gelassen werden um sich  z.B. von der Vorstellung zu lösen, dass die Wanne an der Wand entlang stehen muss und die Toilette ja wieder genau dort hin muss, wo sie bisher stand – „geht nicht“ gibt’s nicht. Die Objekte können den Wunschvorstellungen des Kunden entsprechend überall platziert werden. Moderne Technik macht es möglich.

EXTRA TIPP: Ein Grundriss hilft dem Kunden und den Fachberatern. Der Grundriss des Bades kann im Maßstab 1 : 20 auf Millimeterpapier gezeichnet werden – 1 Meter im Bad sind dann 5 cm auf dem Papier. Fenster, Türen sowie Wasser- und Stromanschlüsse werden markiert. Spielen Anordnungen mit Schablonen durch, aber denken Sie an ausreichend Bewegungsfreiheit: vor Objekten min. 75, besser 90 cm. WC und Waschtisch sollten je 20 bis 25 cm von den Seitenwänden abrücken. Waschbecken und Wanne können durch den Höhenunterschied eng nebeneinanderstehen. Vor Türen von Schränken oder der Duschabtrennung beträgt der optimale Bewegungsbereich 100 cm. Tipp: Schiebetüren sparen Platz.

3. Inspiration und Beratung
Ideen für das Traumbad findet man überall: In einer Fachausstellung auf Messen, im Internet oder einfach mal beim Fachmann. Sehen, fühlen, erleben: Mit dem Grundriss in der Hand hilft der Badplaner oder der Fachhandwerker gerne weiter. Auf Messen, wie zum Beispiel der ISH kann man Wasserhähne aufdrehen, Oberflächen spüren und Badewannen auf Bequemlichkeit und Größe testen. Und ganz wichtig: Ruhig eingehend beraten lassen. Keine Scheu! Mit einem Grundriss in der Hand fällt es auch dem Badplaner noch viel leichter direkt auf die Wünsche des Kunden einzugehen und entsprechende Ideen einfließen zu lassen.

4. Wünsche konkretisieren. Planung erstellen. Badplaner kontaktieren. Budget kalkulieren.
Jetzt wird es konkret, das neues Bad wird visualisiert. Mit all dem umfassenden Know-How von
Fachaustellung und Installateurhandwerk entsteht das Bad nun „auf dem Papier“, besser gesagt auf dem Bildschirm. Die Profis kümmern sich darum, dass nichts vergessen wird und alle Aspekte bedacht sind. Der Kunde hat den Überblick über alle verfügbaren Produkte und die Planungskompetenz, damit der Lebensraum Bad nach seinen Wünschen entsteht. Es soll ein Familienbad werden? Der Berater weiß, dass dann Sitzgelegenheiten Sinn machen, ebenso wie Einstiegshilfen zur Wanne, ein separiertes WC sowie viel Stauraum. Es soll ein Bad in der zweiten Lebenshälfte werden, nach dem Auszug der Kinder? Der Installateur kann beurteilen, ob eine großzügige bodengleiche Dusche eingebaut werden kann und kennt den Trend im barrierefreien Designbad. Allerdings wird er kaum eine endgültige Empfehlung geben, ohne die örtlichen Gegebenheiten zu kennen. Ein Termin mit Aufmaß vor Ort ist daher für den beauftragten Handwerker selbstverständlich. Jetzt wird auch die Budgetplanung konkret, ein Kostenplan wird erstellt.

5. Der Einbau: sicher, sauber und zuverlässig vom Badplaner und Installateur. Das neue Bad darf genossen werden.
Endspurt – Das Angebot vom Badplaner liegt detailliert vor, der Auftrag wird erteilt. Spätestens jetzt steigt die Vorfreude. Endlich raus aus dem alten Mief, wohlfühlen in einem hellen, stilvollen Ambiente und technische Raffinessen wie die neue Fußbodenheizung und das digitale Duschpaneel genießen! Zu behaupten, dass man einen Badumbau kaum bemerkt, wäre Augenwischerei. Tatsächlich erfolgt aber der Einbau durch den Fachhandwerker nach sorgfältigen Kriterien: Möglichst staubfrei, mit einem verantwortungsbewussten Abdecken der Arbeitswege und der Einrichtung und mit qualifiziertem, rücksichtsvollem Personal sorgt er dafür, dass dem Kunden die minimal möglichen Umstände entstehen. Der Kunde wird auf dem Laufenden gehalten und bleibt auch nach der Fertigstellung nicht allein. Eine offizielle Übergabe mit den letzten Erklärungen und das Traumbad hat einen glücklichen Besitzer. Die Kosten haben sich gelohnt, der Aufwand sich in Grenzen gehalten. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Wohlfühloase!

Titelbild @freshideen.com

 

 

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Zum Komplettbad in 5 Schritten.

Category: Badplanung
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2 comments

  • Well put, sir, well put. I’ll cerniatly make note of that.

  • Absolut die richtige Fragen die ihr stellt. Ich möchte euch noch einen Tipp geben, wir haben dunkle Fliesen am Boden verwendet und man sieht jeden Fussabdruck, Wasserflecken, Zahnpasta etc… und wir sind die ganze Zeit am putzen.

    Überlegt euch also auch gut welche Materialien verarbeitet werden sollen.

    Liebe Grüße

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